Interview: Annegret Martens

Annegret Martens arbeitet als Nationalparkführerin und Kassenkraft bei uns im Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel. Seit 2002 leitet Annegret Martens die Arbeitsgruppe „De Plattsnackers“. Für unsere neue Dauerausstellung schreibt sie Haikus, eine japanische Gedichtform, auf plattdeutsch.

 

1.) Annegret, wo hast du plattdeutsch gelernt?

Bi mi in‘t Öllernhuus – Bei mir im Elternhaus

2.) Was bedeutet die plattdeutsche Sprache für dich?

Plattdüütsch is en wunnerbȧre Sprȧȧk. Mit wenig Wöör kannst veel vertellen. Un de plattdüütsche Sprȧȧk kummt van Harten. –

Plattdeutsch ist eine wunderbare Sprache. Mit wenig Worten kann man viel erzählen. Und die plattdeutsche Sprache kommt vom Herzen.

 

3.) Wo sind dir Haiku‘s das erste Mal begegnet?

Och, das ist lange her. Bei der Ländlichen Erwachsenenbildung.

4.) Warum magst du Haikus?

Ich mag Haikus gerne, weil man mit 17 Silben Erlebnisse in Gedichtform bringen kann. Wenn man sagt: Schreib‘ mal ein Gedicht, dann sind viele überfordert. Sagt man: Schreib‘ mal ein Haiku, dann machen alle mit!

5.) Was ist dein liebstes Haiku in der neuen Dauerausstellung?

Das Haiku vom Bereichstext Landgang:

„Wo ståht wi Minschen vandåg an use Küst?
Wie geiht dat morgen wieder?
Un wat is övermorgen?“

 

 

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