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EU verbietet Einwegplastik

Auf das Problem des Plastikmülls in den Meeren, welches ich in einem Eintrag zu den Zugvogeltagen bereits angesprochen hatte, hat nun auch die EU reagiert. Am 24.10.2018 stimmte sie dafür neun verschiedene Arten von Einwegplastik zu verbieten, wie z.B. Trinkhalme, Plastikbesteck und dünne Plastiktüten. Das Verbot soll vorrausichtlich 2021 in Kraft treten und ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, erst Recht, weil allein in Europa nach Schätzungen jedes Jahr 150.000 bis 500.000 Tonnen Plastikmüll im Meer landen.

Vielen Umweltschützern geht dieses Verbot allerdings noch nicht weit genug. So kritisiert Greenpeace, dass viele Unternehmen ihre Produkte nun einfach als wiederverwendbar kennzeichnen könnten und somit ein Schlupfloch dieses Beschlusses nutzen.


KIWI-Kinder bei uns zu Besuch

Am 23. Oktober bekamen wir Besuch vom KIWI-Campus Nordenham/Butjadingen.                                Die neugierigen Kinder lernten zunächst in einem Vortrag allgemeine Fakten zur Faszination Zugvögel im Wattenmeer und konnten dieses große Thema dann in einzelnen Stationen in der Ausstellung vertiefen und besser verstehen.

Es war ein wirklich schöner Nachmittag mit vielen interessierten Kindern. Wir hoffen natürlich, dass viele Kinder mit ihren Eltern wiederkommen werden, um sich die Ausstellung noch einmal ganz in Ruhe anzuschauen. Vielleicht hat ja auch der ein oder andere Lust durch eine Junior-Ranger-Ausbildung, die in der nächsten Saison wieder starten wird, ein richtiger „Wattexperte“ zu werden.

Bilder: © Astrid Ripkens, Nordenham Marketing Tourismus



8. Quizfrage

Antwort A stimmt! Forscher vermuten, dass Vögel tatsächlich mit einer schlafenden und einer wachen Gehirnhälfte fliegen können. Dies konnte bisher aber noch nicht nachgewiesen werden und bleibt somit vorerst ein Geheimnis.

 

Auf dem Zugweg der Vögel spielen nicht nur Wind und Wetter eine große Rolle. Leider gibt es weitere vom Mensch geschaffene Hindernisse. Obwohl in der EU die Jagd auf die meisten Zugvogelarten verboten ist, landen z.B. auf Malta, Zypern oder in Italien immer noch zahlreiche Vögel in Netzen, Schlingen und anderen Fallen. Eine der grausamen Methoden besteht darin Leim auf Ästen zu verteilen, woraufhin die Vögel dort auf qualvolle Art und Weise verenden.

Die lebendig gefangenen Vögel werden danach entweder getötet und verzehrt oder als Käfigvögel weiterverkauft.

 

Zum Glück gibt es eine Organisation, die Netze und Fallen einsammeln und Vögel befreien. Wie heißt diese?

 

  1. Organisation zum Vogelschutz
  2. Free the birds
  3. Komitee gegen den Vogelmord

7. Quizfrage

Die Antwort C stimmt ! Dadurch, dass die Zugvögel so vielfältig Orientierungsmöglichkeiten haben, können sie ihr Ziel sicher erreichen und sogar auf ihren Erfahrungen basierend die Flugrouten ändern. Wie diese Änderung genau erfolgt, ist für die Forscher immer noch ein Rätsel …

Ein weitere bisher nicht geklärte Frage ist der Schlaf der Vögel im Flug.

Was ist die momentan vermutete Strategie der Zugvögel ?

a) Eine Gehirnhälfte schläft und die andere steuert weiterhin

b) Vögel schaffen es in der Zeit des Fluges komplett ohne Schlaf auszukommen

c) Vögel können im Flug schlafen ohne abzustürzen oder die Orientierung zu verlieren.


6. Quizfrage

Antwort B ist richtig! In Experimenten wurde dieses Verhalten nachgewiesen. Es wird als „Zugunruhe“ bezeichnet und hängt damit zusammen, dass die innere Uhr der Vögel zum Aufbruch gen Süden mahnt.

 

So jetzt geht es los ! Aber wohin eigentlich ?

Wie orientieren sich Zugvögel ?

a) In ihren Genen ist die Richtung des Zuges vorgegeben und sie verlassen sich allein darauf

b) Es gibt keine genetischen Vorgabe. Sie wurden auf ihrem ersten Flug von ihren Eltern begleitet und haben sich die Route nun ein ganzes Leben lang eingeprägt

c) Die Vögel orientieren sich zusätzlich zur ihrer genetetischen Vorgabe und ihrem inneren Kompass an weiteren Punkten, wie z.B. an Sonne und Sternen, teilweise an der Küstelinie und manche auch an der Strecke, die die Eltern ihnen vorgegeben haben

d) Die Vögel folgen einem Leitvogel der Population, der die Route von Generation zu Generation vererbt bekommen hat und an den evolutionär stärksten Vogel der folgenden Generation weitergeben wird. Die anderen Vögel können sich ganz auf den Flug konzentrieren.

 


5. Quizfrage

Die richtige Antwort ist B. Vor dem Aufbruch können die Zugvögel wie die Sperlingsvögel ihre Organe dann wieder verkleinern, um alle Energie für den Flug zu nutzen. Wenn die Zugvögel nach ihrem langen Flug im Wattenmeer Rast machen, können sie die ersten Tage nichts zu sich nehmen, da sie zunächst ihren Verdauungstrakt wieder in Gang bringen müssen. Der Knutt und die Pfuhlschnepfe schlagen sich den Bauch danach so voll, dass sich ihr Gewicht in wenigen Wochen fast verdoppelt.

 

Was kann bei Zugvögeln, die in Käfigen gehalten werden, beobachtet werden?

a) sie fressen deutlich mehr als sonst

b) sie versuchen nachts Richtung Süden zu fliegen

c) sie verlieren ihre für den Flug sehr wichtigen Schwungfedern nach und nach und ihnen wachsen neue


4. Quizfrage

Die zweite Geschichte ist frei erfunden. Aber Aristoteles stellte tatsächlich Theorien zu Zugvögeln auf. Zum Bespiel dachte er, dass manche Vögel, vor allem Schwalben, in Felshöhlen Winterschlaf halten. Diese Tatsache ist allerdings nicht ganz falsch. Teile der Population der Winternachtschwalbe halten in ihrer Heimat, in den Gebirgen und Wüsten von Colorado, in Felsspalten Winterschlaf.

Vor ihrem Flug müssen die Zugvögel ordentlich an Fettreserven zulegen. Dafür können sie die Organe, die für die Verdauung zuständig sind, wenige Wochen vor dem Flug vergrößern. Wie lang dauert dieser Prozess bei Sperlingsvögeln (s. Bild)?

 

a) 5 Tag

b) 2 Tage

c) 10 Tage


3. Quizfrage

 

Es sind tatsächlich um die 50 Milliarden Zugvögel im Frühjahr und Herbst jeden Jahres unterwegs. Davon landen 11 Millionen bei uns im Wattenmeer. Sie brüten im Frühjahr hier, überwintern oder ziehen nach einer Pause und ordentlichem Fressen weiter.

 

Bevor man wusste, dass Vögel im Herbst von den nördlichen Teilen der Erde in den Süden flogen, wurden viele verrückte Theorien aufgestellt, die das Verschwinden der Vögel im Winter erklären sollten.

Welche der beiden folgenden Theorien ist frei erfunden und welche wurde früher tatsächlich aufgestellt?

 

  1. Der schwedische Bischof Olaus Magnus glaubte, dass manche Vögel sich aneinander festhielten und als eine Art Kugel im See den Winter verbrachten.
  2. Der griechische Philosoph Aristoteles glaubte, dass alle Vögel von himmlischen Gestalten im Winter in den Himmel aufgenommen wurden, um dort in Ruhe zu schlafen und dass sie dann im Frühling erneut zur Erde hinunterflögen.

2. Quizfrage

Die richtige Antwort ist A ! Die besagte Pfuhlschnepfe flog über 8 Tage am Stück – ohne Schlaf und ohne Fressen. Damit gehören die Pfuhlschnepfen verständlicherweise zu den Langstreckenziehern. Andere Vögel legen allerdings nur kurze Strecken zurück oder bleiben sogar ganz in ihrer Heimat, da sie dort noch genügend Nahrung finden. Beispielsweise fliegen Stare im Herbst nach England, wohingegen Amseln den Winter in Deutschland verbringen.

 

Wie viele Zugvögel sind eigentlich pro Jahr auf der ganzen Welt unterwegs ?

 

  1. 100 Millionen
  2. 50 Milliarden
  3. 1 Billionen

 


Am Hafen 4

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