Moin. Herzlich Willkommen auf dem Blog vom Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel!


19. Türchen: Reinigungswasser

Viele benutzen es jeden Abend: Reinigungswasser. Aufgetragen auf einen Wattepad (dazu erfahrt ihr morgen genaueres) dient es dazu Make-up und Schminkreste zu entfernen. Da Reinigungswasser in Plastikflaschen verkauft wird, entsteht viel Müll.

Seit einiger Zeit gibt es Reinigungswasser auch in fester Form. Ihr bekommt es in fast jedem Drogerieladen in Papier verpackt oder sogar unverpackt. So könnt ihr eine Menge Müll sparen.


18. Türchen: Rasierer

Täglich werden 11 Millionen Einwegrasierer verkauft. Pro Jahr landen über 4 Milliarden Einwegrasierer im Müll.

Einwegrasierer bestehen zu einem Großteil aus Plastik. Wer dieses Plastik sparen möchte, kann einen Rasierhobel verwenden. Rasierhobel bestehen meist aus Edelstahl und haben einen Holzgriff. Auch die Rasierklingen kommen ganz ohne Plastik aus. Eine Klinge hält mehrere Monate und kann noch gedreht werden, wenn die eine Seite stumpf geworden ist.


17. Türchen: Deo

In Drogerien füllen sie meist mehrere Regale: Deos. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass die meisten Deos in einer Aluminiumflasche verkauft werden. Diese haben somit eine sehr schlechte Ökobilanz. Auch Deos in Glasflaschen haben noch immer einen Deckel aus Plastik. Etwas nachhaltiger dagegen sind Deos in Form von Creme. Diese werden zwar auch im Glas mit einem Aluminiumdeckel verkauft, der in den Plastikmüll kommt, doch sie halten länger als flüssige Deos. Eine noch nachhaltigere Variante ist festes Deo. Dieses wird in Verpackungen aus Karton verkauft und ist noch ergiebiger als die Cremes.

Wer möchte, kann sein Deo mit wenigen Mitteln aber auch ganz einfach selbst herstellen. Dann weiß man auch was drin ist.


16. Türchen: Seife, Shampoo und Duschgel

Pro Jahr werden rund 2.075 Millionen leere Plastikflaschen von Seife, Shampoo und Duschgel allein in Deutschland in den Müll geschmissen.

Dabei gibt es bereits eine einfache Möglichkeit, diesen Müll zu reduzieren, denn Seife gibt es schon immer in fester Form. Doch auch Shampoo und Duschgel gibt es auch als feste Alternativen und sie sind mittlerweile in jeder Drogerie erhältlich. Verpackt sind sie meist in einer umweltfreundlichen Verpackung oder sogar gar nicht. Meist sind sie auch ergiebiger als flüssige Produkte. Wenn man zusätzlich auf Naturkosmetik achtet, hat man gleichzeitig auch nur natürliche Inhaltsstoffe in seinem Produkt, die biologisch abbaubar sind.

Wer also das nächste Mal zum festen Stück greift, spart nicht nur Geld, sondern auch eine Menge Plastik!


15. Türchen: Zahnpasta

Nicht nur bei der Zahnbürste, sondern auch bei der Zahnpasta ist es möglich Plastik zu sparen. Zahnpasta wird üblicherweise in Tuben aus Plastik verkauft. Doch diese kann Schadstoffe enthalten. Zudem können auch die Inhaltsstoffe der Zahnpasta gesundheitsschädlich sein. Manche Zahnpasten enthalten sogar Mikroplastik.

Doch dieses Plastik lässt sich vermeiden. Zahnpasta gibt es nämlich bereits in Tablettenform. Zum Zähneputzen muss man eine Tablette mit den Zähnen zerkauen und anschließend ganz normal mit der Zahnbürste putzen. Verkauft werden die Zahnputztabletten in Papierverpackungen und sind bereits in einigen Drogerien zu kaufen. Alternativ kann man Zahnpasta auch selbst herstellen.


14. Türchen: Zahnbürste und Zahnseide

Machen wir in der dritten Woche mal im Badezimmer weiter.

Täglich benutzen wir sie: unsere Zahnbürste. Und ob diese nun elektrisch ist, oder auch nicht – sie besteht aus Plastik. Und diese kann unter Umständen sogar Schadstoffe enthalten.

Eine nachhaltige Variante der Zahnbürste gibt es aus Bambus und ist mittlerweile in fast jeder Drogerie zu finden. Auch Zahnseide aus Bambus gibt es bereits. Und auch, wenn dieser Rohstoff größtenteils aus China importiert wird und durch die langen Transportwege eine Menge Treibhausgase in die Umwelt gesetzt werden, hat er einige Vorteile. Bambus wächst schnell nach und ist sehr widerstandsfähig. Deshalb muss man beim Anbau kaum Pestizide oder Düngemittel verwenden. Wenn die Zahnbürste ausgedient hat, kann sie einfach im Biomüll entsorgt werden. Auch die benutzte Zahnseide kann in der Biotonne landen. Vielleicht greift ihr das nächste Mal zur Bambuszahnbürste, anstatt zur üblichen Bürste aus Plastik.


13. Türchen: Obst- und Gemüsebeutel

Nicht nur die Einkaufstüte aus Kunststoff, sondern auch die dünnen Hemdchenbeutel für Obst und Gemüse gelangen oft ins Meer. Allein an der Nordsee wurden von 2008-2012 pro hundert Meter Küstenlinie durchschnittlich drei dieser dünnen Obst- und Gemüsebeutel in den Spülsäumen gefunden. Sie brauchen rund 20 Jahre um sich in Mikroplastik zu zersetzen, verbleiben auch dann im Wasser, schaden den Lebewesen und landen auch auf unseren Tellern.

Um dem entgegenzuwirken, sollte man Obst und Gemüse möglichst lose kaufen. Außerdem gibt es diese Beutel bereits aus Stoff und auch fast überall zu kaufen.

Einen solchen Beutel kann man übrigens auch selbst nähen. Eine Anleitung dazu bekommt ihr heute bei uns von 14:00 bis 16:00 Uhr bei Tüütje an der Tür.


12. Türchen: Lebensmittelverpackungen

Das Brot, die Nudeln, oder auch das Hackfleisch. Fast all unsere Lebensmittel sind in Plastik eingepackt. Das führt dazu, dass jedes Jahr Millionen von Tonnen Verpackungsmüll anfallen – im Jahr 2018 waren es 18,9 Millionen Tonnen und die Tendenz ist steigend.

Dabei entstehen mehr als die Hälfte dieses Mülls durch Verpackungen von Nahrungsmitteln, Getränken und Heimtierfutter. Und obwohl es fast unmöglich erscheint, diesen Müll zu umgehen, kann man doch einiges tun, um den eignen Verpackungsverbrauch zu reduzieren.

In einigen Städten kann man in sogenannten Unverpacktläden einkaufen. Dort gibt es sehr viele Lebensmittel, aber auch Kosmetikartikel und Reinigungsmittel zu kaufen, die man sich in selbst mitgebrachte Behälter füllt. Zusätzlich wird dort auch darauf geachtet, dass die angebotenen Produkte aus der Region kommen. Ob es bei euch in der Nähe einen Unverpacktladen gibt, könnt ihr hier nachschauen. Vielleicht gibt es bei euch auch einen Wochenmarkt. Dort bekommt man unverpacktes Obst und Gemüse, meist auch regional. In einigen Supermärkten an den Frischetheken kann man sich mittlerweile das Fleisch oder den Käse in eigenen Dosen mitgeben lassen, Obst und Gemüse kann man in eigene Beutel packen. Auch zum Bäcker kann man häufig seinen eigenen Brotbeutel mitbringen. Fragt doch bei eurem nächsten Einkauf einfach mal nach.


11. Türchen: Geschenkpapier

In wenigen Tagen ist Weihnachten und wie jedes Jahr möchte man die Geschenke für seine Liebsten schön verpacken. Doch anstatt wieder zum altbekannten Geschenkpapier oder der Geschenkfolie zu greifen, welche nach dem Auspacken direkt im Mülleimer landen, kann man als Geschenkverpackung auch andere Sachen verwenden.

Als Geschenkpapierersatz eignen sich zum Beispiel Zeitungen oder Stofftücher. Aber auch in Körben, Gläsern und Boxen kann man Geschenke gut verpacken. Diese Verpackungen kann man wiederverwenden und sie sehen dabei auch noch besonders schön aus. Bei „Tüütje an der Tür“ verkaufen wir schöne Geschenkboxen aus Papier.

Alternativ kann man auch, anstelle von Produkten, Zeit schenken, zum Beispiel in Form von Gutscheinen.


10. Türchen: Kleidung

In allen möglichen Modegeschäften gibt es zu jeder Jahreszeit eine neue Kollektion. Dabei werden in die meisten Kleidungsstücke Kunstfasern eingearbeitet. Bereits mehr als die Hälfte der Kleidung weltweit enthält Kunstfasern. Synthetische Textilien sind mit 35% die größte Eintragsquelle von Mikroplastik in unsere Meere. Berechnungen zufolge gelangen jährlich zwischen 30 Millionen und 3 Milliarden synthetische Fasern ins Meer.

Doch um dem entgegenzuwirken gibt es bereits einige Tipps und Tricks. Da man Kleidung am besten so lange tragen sollte, wie es geht, kann es allein schon helfen, beim Waschgang eine niedrigere Temperatur oder Schleuderdrehzahl einzustellen. Um aber zu bewirken, dass gar keine Kunstfasern ins Abwasser gelangen, kann zum Beispiel ein Waschbeutel helfen. Dieser filtert selbst kleinste Fasern heraus, die man nach dem Waschgang in den Restmüll werfen kann.

Beim Kauf neuer Kleidung sollte auf Naturmaterialien und eine ökologische Produktion geachtet werden. Auch Kleidung Second Hand zu kaufen kann helfen, selbst wenn diese aus Kunstfasern besteht. Denn je öfter Kleidung gewaschen wird, desto weniger Fasern lösen sich bei jedem Waschgang.


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