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9. Türchen: Coffee to go – Becher

Jährlich werden allein in Deutschland 2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher verbraucht. Diese verursachen 31.000 Tonnen Müll und zusätzliche 9.000 Tonnen durch die Plastikdeckel. Ein Großteil davon landet im und am Meer. Das ist eine Menge Plastikabfall, der sich vermeiden lässt.

Durch die Verwendung von Mehrwegbechern kann man schon einiges für die Umwelt tun. Denn diese sind nach ungefähr zehn Verwendungen „grüner“ als Einwegbecher. Mittlerweile werden auch fast überall Mehrwegbecher angeboten oder selbst mitgebrachte Becher akzeptiert, die man sich befüllen lassen kann.

Außerdem spart man mit Mehrwegbechern eine Menge Wasser, Energie und Rohstoffe.


8. Türchen: Einkaufstüten

Weltweit werden pro Minute erschreckenderweise eine Million Plastiktüten verwendet. Und doch passiert es immer wieder, dass man beim Einkaufen einfach und unkompliziert zur Plastiktüte greift.

Wird die Plastiktüte nach dem Kauf nicht recycelt und landet stattdessen in der Umwelt, schadet sie den Lebewesen. Außerdem geht sie nach ihrem Zerfall in Mikroplastik ihren Weg durch unsere Nahrungskette.

Papiertüten eignen sich als nachhaltige Alternative auch nur bedingt. In der Herstellung ist der Wasser- und Ressourcenverbrauch höher als bei der Herstellung einer Plastiktüte. Außerdem verbraucht sie mehr Energie. Nachhaltig ist es also nur, wenn die Papiertüte aus recyceltem Material besteht.

Da beide Varianten der Einkaufstüte meist nur ein einziges Mal verwendet werden, sollte man doch lieber zum Baumwollbeutel greifen. Am besten wäre es, wenn man immer einen Beutel oder einen Rucksack von Zuhause mitbringt.


7. Türchen: Mund-Nasen-Schutz

Nun geht es in der zweiten Woche weiter beim Einkaufen.

Mittlerweile muss man ihn überall tragen – den Mund-Nasen-Schutz. Doch wenn Einwegmasken nicht richtig entsorgt werden, können sie in der Umwelt und im Meer landen. Bereits Ende Februar hat die Organisation „Oceans Asia“ an einem Strand der Soko-Inseln in Hongkong erschreckend viele Masken gezählt. Um das zu vermeiden gibt es alternativ die Masken aus Stoff. Diese gibt es bereits fast überall zu kaufen oder lassen sich auch selbst nähen. Man kann sehr viel Müll sparen, wenn man, statt zur Einwegmaske aus Plastik, zur Stoffmaske greift.

Auch bei uns könnt ihr jeden Donnertag und Sonntag bei Tüütje an der Tür selbst genähte Masken kaufen.


6. Türchen: Alu- und Frischhaltefolie

Am letzten Tag dieser Woche geht es nochmal um das Müllsparen in der Küche. Alu- und Frischhaltefolie kommen im Haushalt sehr oft zum Einsatz. Dennoch kann man auf die beiden praktischen Haushaltshelfer verzichten.

Frischhaltefolie besteht aus Plastik und Alufolie hat eine sehr schlechte Ökobilanz. Sie besteht zu 99% aus Aluminium. Der Gewinn von einer Tonne Aluminium verbraucht genauso viel Strom wie ein 2-Personen-Haushalt in 5 Jahren. Außerdem ist es nicht ausgeschlossen, dass Aluminium gesundheitliche Schäden verursacht.

Um die Umwelt zu schonen, sollte man also auf Recycling-Alufolie oder Bienenwachstücher zurückgreifen. Wachstücher kann man auch ganz einfach Zuhause selbst machen.

Dafür haben wir heute für euch eine Anleitung:

Ihr braucht: Stück Stoff aus Baumwolle, Bienenwachspastillen, Backblech, Backpinsel

Und so geht´s:

Wasche das Stück Stoff und schneide es zurecht. Heize den Backofen auf circa 80°C vor.

Lege das Stück Stoff auf das Backblech und verteile darauf zwei Esslöffel Wachspastillen. Schiebe das Blech in den Ofen und warte, bis die Wachspastillen geschmolzen sind.

Hole das Blech aus dem Ofen und verteile das geschmolzene Wachs noch einmal mit dem Backpinsel. Hänge das Wachstuch zum Auskühlen auf.


5. Türchen: Gefrierbeutel

Wenn es darum geht Lebensmittel einzufrieren, greifen die meisten zu Gefrierbeuteln. Diese halten sich zwar relativ lange im Eisschrank, doch sie bestehen aus Plastik. Außerdem enthalten sie Weichmacher, die gesundheitsschädlich sind. Auch Plastikdosen können ungeeignet sein, denn durch häufiges Verwenden können sich kleinste Plastikpartikel lösen.

Eine nachhaltige Alternative dazu sind Gläser. Besonders gut eignen sich leere Einmachgläser, die man schon Zuhause hat. Es lässt sich so gut wie alles in Gläsern einfrieren, bei Flüssigkeiten sollte man nur darauf achten, dass man das Glas nur bis zu drei Viertel befüllt und erst später den Deckel draufmacht, damit das Glas nicht platzt.

Um Brot einzufrieren eignen sich Wachstücher oder Baumwollbeutel sehr gut. Doch auch die Papiertüte vom Bäcker lässt sich verwenden. Diese halten zwar keine Ewigkeit, doch einige Wochen kann man sie problemlos im Eisschrank lassen.


4. Türchen: Putzschwämme

In der Küche aber auch im Bad kann man meist nicht darauf verzichten: Putzschwämme. Zum Reinigen von Oberflächen oder Töpfen sind sie sehr gut geeignet. Das Problem dabei ist, dass diese Dinger aus Kunststoff bestehen und dabei sehen sie nach wenigen Verwendungen schon sehr abgenutzt aus.

Allerdings gibt es eine nachhaltige Variante des Putzschwammes, den Luffa-Schwamm. Der Luffa-Schwamm wird gewonnen aus dem getrockneten Inneren des Schwammkürbisses. Er eignet sich sowohl zum Abwaschen als auch zum Putzen und hinterlässt keine unerwünschten Kratzer. Dieser Putzschwamm lässt sich mehrere Male verwenden und kann danach im Biomüll entsorgt werden. Allerdings sollte man ihn regelmäßig waschen. Dazu kann man ihn mit kochendem Wasser übergießen oder ihn mit in die Waschmaschine oder den Geschirrspüler geben. So wird verhindert, dass sich Bakterien in dem Schwamm ansiedeln und man hat immer wieder einen sauberen Schwamm, mit dem man putzen kann.


3. Türchen: Putzmittel

Genauso wie in Spülmittel, ist auch in Putzmitteln oft Mikroplastik enthalten. Jährlich landen 55 t Mikroplastik durch Putz-, Reinigungs-, und Waschmittel im Abwasser und das allein in Deutschland. Der Eintrag von gelösten Polymeren (die Teilchen aus denen Plastik besteht) ist allerdings noch höher. Davon gelangen 23.200 t ins Abwasser.

Gelöste Polymere haben eine ähnlich lange Verweildauer wie Mikroplastik. Außerdem reichern auch sie sich in Organismen an und gelangen somit in die Nahrungskette.

Um auch hier das Mikroplastik zu sparen gibt es ebenfalls von Putzmitteln Bio-Varianten. Diese haben zusätzlich umweltfreundliche Inhaltsstoffe.  Allerdings gibt es alternativ auch bereits Putzmittel in Tabletten- und Pulverform. Diese muss man nur in einer Flasche auflösen lassen.


2. Türchen: Spülmittel

Es gibt noch immer Spülmittel, in denen Mikroplastik enthalten ist, welches über das Wasser seinen Weg in unsere Meere findet und dort den Lebewesen schadet.

Um (Bio-) Spülmittel ausfindig zu machen, die kein Mikroplastik enthalten, kann u.a. das Siegel NCP („Nature Care Product“) helfen. Dieses verbietet unter anderem Mikroplastik, Tierversuche und Gentechnik. Bio-Spülmittel enthalten außerdem pflanzliche Tenside, wohingegen herkömmliche Spülmittel mit Tensiden auf Erdölbasis reinigen. Auch Spülmaschinentabs können umweltschädliche Tenside enthalten, ökologische Spülmaschinentabs reinigen dagegen auch mit pflanzlichen Tensiden.

Leider werden Spülmittel nur in Plastikflaschen verkauft. Und um auch diesen Müll zu sparen, gibt es alternativ noch die feste Spülseife. Diese wird nicht in Plastik verpackt.

Ganz einfach kann man Spülmittel auch mit wenigen Zutaten selbst herstellen. Dafür haben wir hier ein Rezept für euch:

Ihr braucht: 500ml Wasser, 1 EL Natron, 25 g Aleppo-Seife (gerieben), einen Kochtopf, einen Seifenspender (oder ein geeignetes Gefäß)

Und so geht´s:

Bringt das Wasser im Topf zum Kochen und gebt nun unter ständigem Rühren das Natron und die Aleppo-Seife hinzu.

Lasst das Spülmittel danach abkühlen, aber rührt dabei immer mal wieder um.

Füllt das Spülmittel danach in einen Seifenspender und schüttelt es vor dem Benutzen immer noch einmal.


1. Türchen: Backpapier

Starten wir in der ersten Woche doch mal in der Küche.

Mal eben eine Pizza in den Ofen schieben, oder die leckeren Plätzchen backen. Dafür ganz einfach ein Stück Backpapier von der Rolle nehmen. Und danach? Danach wird das Backpapier in den Müll geschmissen. Es entsteht ein Müllberg, der sich auch ganz leicht verhindern lässt.

Backpapier ist beschichtet mit Quilon oder mit Silikon und kann nur bis zu 2x oder bis zu 6x verwendet werden. Danach landet es in der Tonne. (Durch diese Beschichtung kann es auch nicht mit dem Papiermüll recycelt werden und sollte deshalb unbedingt im Restmüll verschwinden!)

Dennoch gibt es eine Alternative: Die Dauer-Backfolie

Dauer-Backfolien bestehen aus Glasfasern, die mit Teflon beschichtet sind. Dadurch lassen sie sich bis zu 1000x verwenden. Außerdem sind sie nutzbar bis zu 270°C. Nach der Verwendung kann man sie ganz einfach mit Spülmittel abwaschen oder auch mit in die Spülmaschine legen. Schwierigkeiten gibt es nur bei der Entsorgung. Wenn Dauer-Backfolien im Restmüll landen, gelangen sie zu Müllverbrennungsanlagen. Durch die Verbrennung des Teflons werden giftige Gase freigesetzt, die wiederum umweltschädlich sind. Ein besserer Weg wäre, die Backfolien im Sondermüll zu entsorgen.

Was es auch noch zu finden gibt, sind Backmatten. Diese bestehen allerdings aus Silikon. Deshalb wird auch hier die Entsorgung schwierig, da Silikon nur schwer von der Umwelt abgebaut wird.

Allerdings kann man auch gerne mal zur Butter greifen und das Backblech ganz einfach einfetten.


Der Müll-Spar-Kalender

Jedes Jahr landen Millionen von Tonnen Müll in unseren Weltmeeren. Davon bestehen rund 75% aus Kunststoffen. Dieser Plastikmüll bedroht die Lebewesen unserer Meere. Denn diese können sich im Müll verfangen oder diesen fressen. Über die Nahrungskette gelangt das Plastik dann auch in unsere Körper.

Doch was kann man dagegen machen? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Plastik einsparen. Und auch wenn ein Leben ohne Plastik undenkbar ist, kann es doch ganz einfach sein, eine Menge Plastik zu sparen. Darum soll es ab morgen in unserem Adventskalender gehen. Jeden Tag stellen wir euch eine nachhaltige Alternative zu einem Produkt aus Plastik oder einem Einweg-Produkt vor. Außerdem wird es an den drei Sonntagen jeweils eine Idee zum Selberbasteln geben, die Anleitungen dazu bekommt ihr dann immer hier oder bei Tüütje an der Tür.

Also dann: Lasst uns eine Menge Plastik sparen!


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